Bitterlingsbarbe – Puntius titteya – friedlicher Schwarmfisch aus Sri Lanka
Die Bitterlingsbarbe (Puntius titteya) gehört zu den beliebtesten kleinbleibenden Barben für das Gesellschaftsaquarium. Die Art stammt ursprünglich aus Sri Lanka und zeichnet sich durch ihren schlanken Körper sowie den dunklen Längsstreifen aus. Besonders die Männchen entwickeln während der Balz und bei guter Pflege eine intensive kirschrote Färbung, während Weibchen meist etwas heller und kräftiger gebaut sind.
Als ausgeprägter Schwarmfisch fühlt sich die Bitterlingsbarbe in einer Gruppe von mindestens 8 bis 10 Tieren am wohlsten. Im Aquarium hält sie sich überwiegend im mittleren Wasserbereich auf und zeigt ein ruhiges sowie friedliches Verhalten.
Steckbrief & wichtige Daten
Wissenschaftlicher Name: Puntius titteya
Deutscher Name: Bitterlingsbarbe
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Herkunft: Sri Lanka
Größe: ca. 4–5 cm
Alter: etwa 4–6 Jahre
Aquarium: ab 80 Liter
Wasserwerte: 22–28 °C · pH 6–7,5 · weiches bis mittelhartes Wasser
Futter: Granulat, Flockenfutter, Frost- und Lebendfutter
Merkmale & Biologie
Die Bitterlingsbarbe besitzt einen langgestreckten Körper mit einem markanten dunklen Längsstreifen, der sich vom Kopf bis zur Schwanzflosse zieht. Während Männchen besonders zur Balz eine kräftige Rotfärbung entwickeln, bleiben Weibchen meist etwas heller und wirken insgesamt fülliger.
In der Natur bewohnt Puntius titteya langsam fließende, pflanzenreiche Waldbäche. Dort lebt die Art in Gruppen und ernährt sich von kleinen Wirbellosen, Algen sowie pflanzlichen Bestandteilen.
Haltung & Pflege der Bitterlingsbarbe
Die Bitterlingsbarbe bevorzugt ein gut bepflanztes Aquarium mit freiem Schwimmraum. Wurzeln, Steine und eine dichte Randbepflanzung bieten Rückzugsmöglichkeiten und schaffen naturnahe Bedingungen.
Stabile Wasserwerte und regelmäßige Wasserwechsel fördern eine langfristig erfolgreiche Haltung. Eine leichte Wasserbewegung wird gut angenommen, starke Strömung ist jedoch nicht erforderlich.
Vergesellschaftung
Puntius titteya zählt zu den friedlichsten Barben und eignet sich hervorragend für Gesellschaftsaquarien. Sie kann gut mit Salmlern, Bärblingen, Panzerwelsen, Harnischwelsen oder Blauaugen vergesellschaftet werden. Auch die Haltung mit ausgewachsenen Zwerggarnelen ist häufig problemlos möglich. Junggarnelen können gelegentlich gefressen werden.
Weitere Arten findest du in unserer Kategorie Bärblinge & Barben sowie unter Schwarmfische.
Fortpflanzung
Die Bitterlingsbarbe ist ein Freilaicher. Die Eier werden bevorzugt zwischen feinfiedrigen Pflanzen abgelegt. Da die Elterntiere den Laich fressen können, empfiehlt sich für eine gezielte Nachzucht ein separates Zuchtbecken.
Fütterung
Als Allesfresser nimmt die Bitterlingsbarbe hochwertiges Flocken- und Granulatfutter ebenso gerne an wie Frost- und Lebendfutter. Eine abwechslungsreiche Ernährung unterstützt Vitalität, Wachstum und die Ausprägung der natürlichen Körperfarben.
Unterschied zur Sumatrabarbe
Im Vergleich zur Sumatrabarbe (Puntigrus tetrazona) zeigt die Bitterlingsbarbe ein deutlich ruhigeres Verhalten und eignet sich besser für friedliche Gesellschaftsaquarien. Während Sumatrabarben gelegentlich zum Flossenzupfen neigen, gilt Puntius titteya als ausgesprochen friedliche Art.
FAQ – Häufige Fragen zur Bitterlingsbarbe
Wie viele Bitterlingsbarben sollte man halten?
Da es sich um einen Schwarmfisch handelt, empfiehlt sich eine Gruppe von mindestens 8 bis 10 Tieren.
Kann man Bitterlingsbarben mit Garnelen halten?
Ja, ausgewachsene Zwerggarnelen können meist problemlos zusammen mit Bitterlingsbarben gehalten werden. Junggarnelen können jedoch gelegentlich gefressen werden.
Ist die Bitterlingsbarbe für Gesellschaftsaquarien geeignet?
Ja. Durch ihr friedliches Verhalten gehört sie zu den beliebtesten Barben für bepflanzte Gesellschaftsaquarien.
